Silber im Höhenflug!

Warum der Preis jetzt explodiert und was das für Anleger bedeutet

Der Silberpreis kennt gerade nur eine Richtung: nach oben. Im Dezember 2025 ist er erstmals über die 60‑Dollar‑Marke pro Feinunze geklettert – eine Verdopplung seit Jahresbeginn. Während viele noch auf Gold schauen, hat Silber dieses Jahr die Show gestohlen.

Grafik eines Auges im Corporate Design von W&L Asset Management als Symbol für den Finanzblog "Marktblick"

Warum Silber gerade so gefragt ist

Dass Silber jetzt so stark bewertet wird, liegt an einer Mischung aus starker Industrie­nachfrage, knappem Angebot und makroökonomischen Faktoren.

  • Industrieboom: Silber ist unverzichtbar für moderne Technologien. Photovoltaik, E‑Autos, Halbleiter – all das braucht Silber. Der Bedarf steigt, das Angebot kann nicht so schnell mithalten.
  • Limitierte Produktion: Viel Silber wird als Nebenprodukt anderer Metalle gewonnen. Die Fördermenge lässt sich nicht einfach erhöhen, wenn die Nachfrage plötzlich explodiert.
  • Makro-Effekte: Viele Anleger suchen derzeit nach „sicheren Häfen“, gerade weil die Zinsen in den USA wieder niedriger erwartet werden. Ein schwächerer Dollar tut sein Übriges – Silber wird attraktiver.

JP Morgan steigt massiv ein – ein Signal für den Markt

Ein großer Faktor, über den gerade viel diskutiert wird: JP Morgan hortet enorme Mengen Silber. Berichten zufolge halten sie aktuell rund 750 Millionen Unzen – fast ein Jahr globale Produktion.

Was bedeutet das? Ganz einfach: wenn große Mengen aus dem Markt genommen werden, steigt der Preis. Gleichzeitig weckt das die Aufmerksamkeit anderer Investoren. Manche sprechen schon von einem „Short Squeeze“ oder spekulativen Effekten – auf jeden Fall ist klar: Institutionelle Akteure sehen Silber derzeit als wertvolles Asset.

Was das für Anleger heißt

Silber ist ein Klassiker für die Diversifikation:

  • Schutz gegen Inflation und Währungsrisiken
  • Teil eines realwirtschaftlich orientierten Sicherungsanteils
  • Ergänzung zu Aktien und Anleihen

Aber: Silber ist volatiler als Gold. Die Preise schwanken stark, weil auch die industrielle Nachfrage eine große Rolle spielt. Wer investieren will, kann auf verschiedene Wege gehen:

  • Physisches Silber (Münzen oder Barren)
  • ETFs/ETCs
  • Silberminen und Produzenten

Für viele Anleger lohnt sich ein kleiner Anteil im Portfolio – typischerweise 1–5 %.

Risiken nicht vergessen

Natürlich läuft nicht alles rund:

  • Überhitzung oder spekulative Blasen sind möglich.
  • Silberpreise schwanken stark, teils innerhalb weniger Tage.
  • Engere Handelsvolumina als bei Gold können zusätzliche Bewegungen auslösen.

Fazit

Die aktuelle Silber-Rallye 2025 ist kein Zufall. Industrienachfrage, Angebotsdefizite, makroökonomische Faktoren und institutionelle Käufer wie JP Morgan treiben den Preis in die Höhe. Wer Silber clever ins Portfolio einbaut, kann von dieser Entwicklung profitieren – muss aber gleichzeitig die Volatilität im Blick behalten.

 

 

Hinweis: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar.

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