Marktblick
Der W&L Finanzblog
Wir haben den Markt immer für Sie im Blick – und auch eine Meinung dazu. Hier veröffentlichen wir unsere Kommentare, Analysen und Einschätzungen zu aktuellen Entwicklungen am Finanzmarkt sowie unsere Empfehlungen für Anlagestrategien.
Die Angst vom Schwarzen Montag. So reagieren Märkte – und warum Ruhe Anleger schützt
In den letzten Tagen haben geopolitische Spannungen im Nahen Osten den Finanzmärkten wieder mehr Aufmerksamkeit beschert. Besonders über das Wochenende haben sich die Entwicklungen beschleunigt: Ölpreise sind stark gestiegen, Risiko‑Assets wie Aktien gerieten unter Druck, und viele Anleger fragen sich, ob daraus ein länger andauernder Abwärtstrend wird.
Ein Blick auf die Fakten hilft, die Stimmung einzuordnen – und den Unterschied zwischen Reaktion und Trend besser zu verstehen.
Kriege und Aktienmärkte – warum die Börse oft robuster ist als erwartet
Wenn geopolitische Konflikte eskalieren, reagieren die Finanzmärkte meist sofort. Schlagzeilen dominieren die Nachrichten, Unsicherheit steigt und viele Anleger erwarten automatisch fallende Kurse.
Doch ein Blick in die Vergangenheit zeigt ein differenzierteres Bild: Geopolitische Krisen sorgen zwar häufig für kurzfristige Volatilität – langfristig haben sie jedoch deutlich seltener nachhaltige Auswirkungen auf Aktienmärkte als viele vermuten.
Enge Credit Spreads – warum der Markt gerade sehr viel Optimismus einpreist
26. Februar 2026
Wenn Kreditaufschläge sehr niedrig sind, wirkt der Markt auf den ersten Blick stabil. Die Risikoprämien sind gering, Finanzierung scheint verfügbar, Ausfälle bleiben überschaubar. Genau deshalb werden enge Credit Spreads häufig als Zeichen von Stärke interpretiert. Doch historisch betrachtet erzählen extrem niedrige Spreads oft weniger über Sicherheit – und mehr über zunehmende Selbstzufriedenheit im Markt.
Rotation statt Rezession – Warum sich der Markt gerade neu sortiert
20. Februar 2026
Die jüngsten Bewegungen an den Aktienmärkten wirken auf den ersten Blick widersprüchlich. Während Technologie- und insbesondere Softwarewerte deutlich unter Druck stehen, zeigen klassische Industrie-, Energie- oder Finanzwerte relative Stärke. Gleichzeitig notieren die großen Indizes nur knapp unter ihren Höchstständen. Wer sich auf die Schwäche einzelner Sektoren konzentriert, könnte voreilig von einer Trendwende sprechen. Betrachtet man jedoch das Gesamtbild, wird deutlich: Es handelt sich nicht um eine breite Erosion der Fundamentaldaten, sondern um eine Phase der Rotation und Neubewertung.
Volatilität ist kein Risiko – falsches Verhalten schon
12. Februar 2026
Wenn Märkte stärker schwanken, wird in der öffentlichen Diskussion schnell von „steigendem Risiko“ gesprochen. Kurse fallen, Schlagzeilen werden dramatischer, Indizes bewegen sich spürbar – und plötzlich scheint Unsicherheit gleichbedeutend mit Gefahr zu sein. Doch genau hier lohnt eine saubere Differenzierung: Volatilität ist nicht das eigentliche Risiko. Sie ist lediglich die sichtbare Bewegung von Preisen. Das wahre Risiko entsteht oft erst durch das Verhalten der Anleger.
Falling Knives im Software-Sektor: Wann Disziplin wichtiger ist als Mut
5. Februar 2026
„Never catch a falling knife.“ Kaum ein Satz wird im Investmentumfeld so häufig zitiert. Gemeint ist: Greife nicht in einen fallenden Markt, nur weil etwas bereits deutlich günstiger aussieht. Was oft fehlt, ist der zweite Teil: Lass das Messer erst zu Boden fallen – und hebe es dann am Griff auf. Genau hier liegt der Unterschied zwischen blindem Mut und echter Disziplin. Denn fallende Kurse erzeugen Handlungsdruck – und Handlungsdruck ist einer der häufigsten Gründe, warum Anleger nicht falsch liegen, sondern schlicht zu früh handeln.
Earnings-Season 2026 – Zwischen Schlagzeilen, Gewinnerwartungen und Realität
29. Januar 2026
Die so genannte Earnings Season ist wieder im vollen Gang – jene Phase im Quartal, in der börsennotierte Unternehmen ihre Geschäftszahlen veröffentlichen und Anleger sowie Märkte diese neuen Informationen in ihre Preisbildung einfließen lassen. Für Anleger ist diese Zeit besonders interessant, weil sie einen direkten Einblick in die wirtschaftliche Entwicklung einzelner Unternehmen und Branchen bietet. Gleichzeitig entstehen regelmäßig Erwartungshaltungen, Unsicherheiten und narrative Verzerrungen, die mehr über kurzfristige Stimmung aussagen als über langfristige Fundamentaldaten.
WEF Davos – alle reden, wer handelt richtig?
22. Januar 2026
Wenn sich in Davos die wirtschafts- und geopolitische Elite trifft, entstehen Schlagzeilen im Minutentakt. Aussagen von Präsidenten, CEOs und Notenbankern werden sofort aufgegriffen, interpretiert und medial verstärkt. Besonders dann, wenn Persönlichkeiten wie Donald Trump auftreten, dominiert die Rhetorik schnell die Wahrnehmung. Für Anleger liegt in solchen Momenten eine Versuchung nahe: Aus Worten werden Erwartungen – und aus Erwartungen Entscheidungen. Die Erfahrung aus der Vermögensverwaltung zeigt jedoch, dass genau hier Vorsicht geboten ist. Debatten liefern Orientierung, aber selten unmittelbare Handlungsanweisungen für ein Portfolio.
Prognosen verlocken – Prozesse liefern
15. Januar 2026
Zu Beginn eines neuen Jahres haben Prognosen Hochkonjunktur. Ob Zinsen, Inflation, Aktienmärkte, einzelne Regionen oder Themen – für nahezu jede Variable existieren scheinbar klare Erwartungen. Viele Anleger verfolgen diese Einschätzungen aufmerksam und leiten daraus konkrete Entscheidungen ab. Und doch zeigt die Erfahrung Jahr für Jahr: Prognosen liefern selten den entscheidenden Mehrwert für den langfristigen Anlageerfolg. Was hingegen häufig unterschätzt wird, ist die Qualität des zugrunde liegenden Investmentprozesses.
Typische Anlagefehler im Jänner – und wie man sie vermeiden kann
8. Januar 2026
Der Jahreswechsel ist für viele Anleger ein mentaler Neustart. Depots werden überprüft, Prognosen gelesen, Vorsätze gefasst. Gerade dieser „frische Blick“ birgt jedoch Risiken: Anfang Jänner werden regelmäßig Entscheidungen getroffen, die weniger mit einer langfristigen Anlagestrategie zu tun haben als mit Emotionen, Medien und Rückspiegel-Logik. Aus unserer Erfahrung gibt es einige typische Fehler, die sich Jahr für Jahr wiederholen – und die sich mit einem strukturierten Ansatz gut vermeiden lassen.
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Martina Vrbica
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